Top 5 Nationalparks im Westen der USA

Sandra im Bryce Canyon in den USA

Beim Stichwort Westküste USA fallen uns spontan unzählige tolle Momente, geniale Landschaften und besonders die unendliche Weite ein. In diesem Beitrag stellen wir dir unsere persönlichen Top 5 der Nationalparks an der amerikanischen Westküste vor.

Unser allererster Roadtrip führte uns im Jahr 2010 an die Westküste der USA. In zwei Wochen fuhren wir die übliche Route (Los Angeles, Las Vegas, San Francisco) ab. Zwischen diesen Metropolen liegen unglaublich tolle Landschaften. Zudem findest du natürlich die ganzen Nationalparks mitten in den unendlichen Weiten der USA.

Insgesamt erkundeten wir die Westküste der USA bereits in vier verschiedenen Urlauben. Immer wieder zogen uns vor allem die Natur und die Nationalparks zurück an diesen tollen Fleck Erde.

Nun aber zu den Nationalparks:

1. Grand Canyon

Der berühmte Grand Canyon liegt im Bundesstaat Arizona und ist mit seinen 450 Kilometern Länge unvorstellbar groß. Wir besuchten den Grand Canyon am South Rim. Hier findest du alles, was du als Tourist benötigst. Einige Restaurants, Unterkünfte und überteuerte Supermärkte. Als wir vor Ort waren, entschieden wir uns für die teurere Hotel-Variante: Eine Übernachtung direkt im Nationalpark.

Wir fanden es vorteilhaft morgens unmittelbar am Rand des Canyons zu einer Wanderung losstarten zu können. Etwas günstigere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in dem Dorf vor dem Eingang des Nationalparks. Allerdings musst du dich dann morgens vor dem Eingang in die Schlange der Tagestouristen einreihen. Und wer weiß, wann du dann endlich durch bist und mit deiner Wanderung beginnen kannst.

Die Bright Angel Lodge ist zwar etwas in die Jahre gekommen, aber wir schliefen trotzdem gut dort. 🙂 Der riesige Grand Canyon strahlt abends (nachdem alle Tagesbesucher den Park verlassen haben) eine ganz besondere Atmosphäre aus und wir genossen den Abend direkt im Nationalpark.

Am South Rim kannst du die unterschiedlichsten Wanderungen unternehmen. Beachte hierbei bitte unbedingt dein Fitness-Level! Jedes Jahr gibt es große Rettungsaktionen und von Zeit zu Zeit sogar Todesfälle von Leuten, die den Grand Canyon unterschätzt haben.

Eine Besonderheit bei den Wanderungen ist natürlich, dass du am Anfang des Weges ausschließlich bergab läufst. Im Anschluss musst du (bei einer Tageswanderung ohne Übernachtung) alles wieder hochlaufen. Daran sind schon ziemlich fitte Personen gescheitert.

Grand Canyon Nationalpark USA

Erlebnisse am Grand Canyon

Wir liefen einen Teil des Bright Angel Trails. Am frühen Morgen machten wir uns auf die Socken. Da ich stark erkältet war, drehten wir schon nach ungefähr einer Stunde wieder um. Oben angekommen setzten wir uns in den Bus vom Nationalpark. Dieser fährt alle View Points in regelmäßigen Abständen ab. Von den View Points hast du wirklich spektakuläre Aussichten auf den Grand Canyon.

Du solltest unbedingt auch dem Visitor Center einen Besuch abstatten. Dort erfährst du von den Rangern alles Wissenswertes rund um die Entstehung dieser Schlucht. Außerdem beraten dich die Ranger über möglichen Wanderungen und sonstigen Unternehmungen im Grand Canyon Nationalpark.

Uns beeindruckte insbesondere die Weite und Tiefe des Grand Canyons. Er ist wirklich ein tolles Wunder der Natur!

Sandra am Grand Canyon USA

2. Bryce Canyon

Den Bryce Canyon findest du im US-Bundesstaat Utah. Berühmt ist der Bryce Canyon besonders für seine farbigen Felspyramiden, den sogenannten Hoodoos.

Dieser Nationalpark liegt auf einer Höhe zwischen 2400 bis 2700 Metern. Sei also darauf vorbereitet, dass es auch im Sommer ziemlich frisch sein kann.

Unseren ausführlichen Bericht zum Bryce Canyon, unsere Erlebnisse und unsere Wanderungen findest du hier.

Bryce Canyon Nationalpark USA

3. Yellowstone Nationalpark

Einer meiner allerliebsten Nationalparks weltweit ist der Yellowstone Nationalpark. Hier fühlst du dich teilweise wie auf einem anderen Planeten.

Der Yellowstone ist der älteste Nationalpark der USA und liegt hauptsächlich im US-Bundesstaat Wyoming. Mit seiner Lage befindet sich der Park nicht unbedingt auf den üblichen Routen durch den Westen der USA. Ich wollte aber unbedingt dorthin und daher nahmen wir die vielen Kilometer extra in Kauf.

Wir wurden auf unserer Fahrt durch und um den Yellowstone Nationalpark häufig auf unser Kennzeichen am Mietwagen angesprochen. Immer nach dem Motto Hey, ihr seid nicht ernsthaft von Kalifornien hier hoch gefahren?

Ähm… doch wir sind tatsächlich gefahren. 😉 Für die meisten Einheimischen war dies eine merkwürdige Vorstellung. Schließlich lässt sich die Strecke auch fliegen.

Übrigens nahmen wir unseren Mietwagen in Los Angeles entgegen und fuhren in drei Wochen rund 6.000 Kilometer. Wenn du nicht soviel fahren willst, kannst du natürlich auch einen Inlandsflug buchen, oder du fliegst von Deutschland aus direkt nach Denver, um von dort aus in dein Abenteuer USA zu starten.

Im Yellowstone übernachteten wir wieder direkt im Nationalpark. Und zwar in der Old Faithful Lodge. Genauso wie am Grand Canyon ist die Lodge komplett überteuert, aber ihre Lage ist unschlagbar super.

Faszination Yellowstone

Was mich besonders an diesem Nationalpark fasziniert und fesselt sind all seine geothermalen Quellen, Geysire und Schlammtöpfe.

Richtig cool ist der Grand Prismatic Pool. Je nach Jahreszeit verändert er seine Farbe.

Grand Prasmatic Pool Yellowstone Nationalpark USA

Für dieses Foto mussten wir ein bisschen durch den Wald kraxeln. Ich habe gelesen, dass es inzwischen einen offiziellen Wanderweg mit View Point auf den Prismatic Pool geben soll.

Der beste Anlaufpunkt für alle Infos rund um Wanderungen, View Points und Ranger Walks ist natürlich auch hier wieder das Visitor Center im Nationalpark.

Im Nationalpark triffst du überall auf Bisons. Du solltest unbedingt einen gesunden Abstand zu diesen großen Tieren halten.

Als wir nach einer Wanderung zurück zum Parkplatz kamen, stand eine ganze Herde Bisons auf dem Parkplatz und zwischen den Autos. In gehörigem Abstand warteten wir, bis die Herde weiter zog. Einen Angriff der Tiere wollten wir auf keinen Fall riskieren.

Bison im Yellowstone Nationalpark USA

Wir nahmen am Ranger Walk bei Mammoth Hot Springs teil. Hierbei erfuhren wir super viel zur Entstehung der Terrassen und der Veränderung, der Natur, die jedes Jahr stattfindet. Die Rangerin brachte ein paar Fotos aus den letzten Jahren mit. Dadurch konnten wir die Veränderungen sehr gut nachvollziehen.

Mammoth Hot Springs Yellowstone Nationalpark USA

Der Yellowstone bietet wirklich äußerst viele verschiedene Spots zum Anschauen. Wir blieben insgesamt drei Nächte. Es hätten aber noch ein bis zwei Nächte mehr sein können, wenn wir noch größere Wanderungen unternommen hätten.

Yellowstone Nationalpark USA

4. Arches Nationalpark

Der Arches Nationalpark liegt nördlich der Stadt Moab im US-Bundesstaat Utah. Er ist ein gutes Stück von der Westküste entfernt, aber dennoch ganz gut mit dem Auto erreichbar. Dieser Nationalpark ist berühmt für seine riesigen natürlichen Steinbögen.

Leider hatten wir in diesem Nationalpark einfach viel zu wenig Zeit eingeplant. Insofern fuhren wir eher von einem zum nächsten View Point und konnten die Natur nicht so intensiv genießen, wie es auf einer ausgiebigen Wanderung der Fall gewesen wäre.

Aber: Dafür haben wir einen sehr guten Grund nochmal hierher zurückzukommen. 😉

Arches Nationalpark USA

5. Death Valley

Der trockenste Nationalpark der USA liegt zum größten Teil im US-Bundesstaat Kalifornien.

Beeindruckend fanden wir zum Einen natürlich die extreme Hitze und zum Anderen die verschiedenen View Points auf die bizarren Landschaften des Death Valley Nationalparks.

Wir übernachteten in der Furnace Creek Ranch. Diese Unterkunft im Nationalpark ist ebenfalls wieder überteuert, aber durch ihre Lage ein perfekter Ausgangspunkt, um das Death Valley in Ruhe genießen zu können.

Das Badwater Basin liegt knapp 86 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt der USA.

Badwater Basin Death Valley USA

Wir liefen ein paar Meter durch diese Salzebene. Aufgrund der Hitze hielt sich unsere Wanderlust allerdings ziemlich in Grenzen. 😉

Also schauten wir uns das Badwater Basin noch von oben an:

Badwater Basin im Death Valley USA

Mega Aussicht, oder?

Im Anschluss fuhren wir noch zum Zabriskie Point. Hier hast du auch wieder einen tollen Ausblick.

Stephan lief dort übrigens fast in einen Skorpion hinein! Schau also ein bisschen auf den Boden und wo du genau hin trittst.

Zabriskie Point Death Valley USA

Das war unsere Übersicht der unser Meinung nach besten Nationalparks an der Westküste der Vereinigten Staaten. Wir hoffen wir konnten dir ein wenig Reise-Inspiration mit auf den Weg geben 🙂

Welche Nationalparks in den USA gefallen dir besonders gut und warum? Schreib uns gerne einen Kommentar!