Plettenberg Bay, Robberg Nature Reserve, Knysna

The Big H Footbridge in Knysna

Am fünften Tag unserer Südafrika Reise stand die Fahrt nach Knysna mit Zwischenstopps in Plettenberg Bay und im Robberg Nature Reserve auf der Liste.

Heutiges Endziel: Knysna! Das Frühstück machten wir uns wie tags zuvor selbst. Allerdings war an diesem Tag keiner der Paviane in unserer Nähe auf Futtersuche. Dann hieß es Sachen zusammen packen, Auto beladen, ein letztes Mal den wundervollen Ausblick auf der Terrasse genießen und anschließend auschecken.

Den Tsitsikamma Nationalpark verließen wir doch etwas wehmütig, aber voller Vorfreude auf die weiteren Highlights der Reise.

Über eine mautpflichtige Brücke verließen wir den Park. Wir sahen einige Mutige, die einen Bungee Sprung von der Brücke wagten.  Puh, ganz schön gruselig. Wie findet ihr das? Habt ihr das bereits mal probiert? Lasst es uns in den Kommentaren unten wissen.

Mautstelle Tsitsikamma Nationalpark

Plettenberg Bay

Weiter ging es nach Plettenberg Bay. Hier legten wir am Signal Hill View Point einen Foto-Stopp ein. Die Aussicht dort ist wunderbar. Im Hintergrund erahnt man bereits unser nächstes Ziel nämlich das Robberg Nature Reserve.

Signal Hill View Point in Plettenberg Bay

Signal Hill View Point in Plettenberg Bay

Robberg Nature Reserve

Das Robberg Nature Reserve ist eine 3,5 km lange Halbinsel, die ins offene Meer herausragt. Dadurch wird die Plettenberg Bay vor schwerer Brandung geschützt. Wir trafen gegen 9.30 Uhr am überfüllten Parkplatz ein. Irgendwo an der Seite fanden wir ein Plätzchen, auf das wir unseren SUV quetschen konnten. Offensichtlich waren schon viele andere Wanderwütige unterwegs 😉

Mit der Wild Card besucht man diesen Park übrigens ohne zusätzliche Kosten.

Nun hat man die Qual der Wahl: es stehen drei verschiedene Wanderrouten zur Verfügung. Wir nahmen die mittlere Route – Witsand Circuit – mit 5,5 km Gesamtlänge in Angriff.

Robberg Nature Reserve

Robberg Nature Reserve

Die Wanderschuhe saßen, nochmal kurz die Örtlichkeiten aufgesucht und dann konnte es losgehen. Das Highlight der Halbinsel ist die dort ansässige Seelöwenkolonie.

Seelöwen – das bedeutet natürlich viel Gestank und lautes Gebrüll 😉 Von oben beobachteten wir den größten Feind der Seelöwen – nämlich den Weißen Hai. Ob sich dieser ein verfrühtes Mittagessen gegönnt hat oder nicht, wissen wir nicht.

Sanddüne

Für uns ging es weiter über eine Sanddüne. Oh oh, Sand?! Stephan hasst Sand… Ups… Vergaß ich etwa die Sanddüne zu erwähnen oder wusste ich es einfach nicht? Unterstellt wurde mir natürlich Ersteres 😛

Entsprechend „gut“ gelaunt wanderten wir weiter.

Sanddüne im Robberg Nature Reserve

Stephan lief im Schneckentempo die Sanddüne herunter. Umdrehen kam für ihn allerdings auch nicht infrage. Tja, dann muss er wohl dadurch, ne? 🙂

Einige andere Wanderer waren besser vorbereitet und brachten ihre kleinen Surfbretter mit. Coole Idee! Mit den Brettern die Sanddüne runter bringt sicherlich riesigen Spaß!

Die Ausblicke auf dieser kleinen Wanderung sind wunderschön! Ein Dünenstreifen verbindet die Halbinsel mit einer kleineren vorgelagerten Insel. Hinauf führt eine steile Holztreppe. Es schließt sich ein Holzbohlenweg an, der einmal um die Insel führt. Einige Reptilien und Vögel finden dort ein zu Hause.

Auf dem Rückweg sind ein paar knifflige Stellen zu überwinden. Wie so oft kamen uns Touris in Flipflops entgegen. Die Frau wollte offensichtlich (und mit diesem Schuhwerk vernünftigerweise) nicht weitergehen. Ihr Mann fragte uns dann wie weit es noch bis zum Strand sei. Ich hoffe, dass die beiden unverletzt geblieben sind!

Robberg Nature Reserve

Robberg Nature Reserve

Lunch

Nach der Wanderung wurde es Zeit für ein Mittagessen.

Wir schauten was die Fastfood-Kette „Wimpy“ so anbietet. Das Menü und die nette Bedienung sprachen uns an. Man bot uns direkt einen Platz an und reichte die Menükarte. Ich entschied mich für Hähnchenbrust mit einem Beilagensalat. Super an dieser Kette finden wir, dass man jede ungesunde Beilage durch Salat ersetzen kann. Der Salat schmeckt sogar! Nicht wie bei deutschen Fastfood-Läden. Für Stephan gab es einen leckeren Burger mit Salat.

Burger im Wimpy

Knysna

Der Weg zu unserer Unterkunft gestaltete sich schwieriger als gedacht. Stephan verpasste die Abfahrt und auf der viel befahrenen Hauptstraße gab es aus seiner Sicht keine Wendemöglichkeit. Ich entdeckte allerdings eine kleine Straße und empfahl zu Wenden. Stephan hörte aber lieber auf Fräulein Navi und drehte eine große Ehrenrunde.

Wir checkten in der Waterfront Lodge in Knysna ein. Die Eigentümerin Marion ist die perfekte Gastgeberin. Sie bot uns zuerst mal einen Platz auf der Couch im Wohnzimmer an.

„Setzt euch erstmal. Entspannt euch! Ihr habt Urlaub! Um den Papierkram kümmern wir uns später.“

So einen Empfang würde ich mir überall wünschen 🙂

Schnell bezogen wir unser Zimmer im ersten Stock. Ist das nicht ein traumhafter Ausblick?

Waterfront Lodge

Wer in Knysna ist, darf natürlich einen Besuch am Aussichtspunkt „The Heads“ nicht verpassen. Also machten wir uns auf den Weg. Leider war es etwas diesig, aber die Aussicht auf die Lagune war trotzdem wunderschön.

The Heads in Knysna

The Heads in Knysna

Von dort oben sahen wir einen kleinen Strand und entschieden uns spontan dahin zu fahren. Dank Google Maps navigierten wir schnell zum Coney Glen Beach.

Super cool ist die „Big H“ Footbridge. Neben uns tobte sich ein weiteres Paar mit seiner Kamera aus 😉

The Big H Footbridge in Knysna

The Big H Footbridge in Knysna

Auf dem Weg zurück zur Unterkunft stoppten wir noch kurz an der Waterfront in Knysna. Wir fanden es extrem touristisch. Ein Restaurant wollten wir dort eher nicht aufsuchen. Kennt ihr diese Restaurants, die an Touri Hotspots ihre „Bilderbücher“ ausliegen haben? Schrecklich…

Dinner

Kurz frischgemacht und ein tolles Restaurant auf Tripadvisor rausgesucht. Es wurde ein portugiesisches Restaurant. Fahrtzeit ca. 20 Minuten, aber es lohnte sich total! Das Restaurant Montecello in Sedgefield können wir jedem empfehlen, der gerne Fleisch isst.

Wir wählten das Highlight auf der Karte nämlich „Espetada“. Das ist ein portugiesischer Fleischspieß. Yummy! Das Fleisch war auf den Punkt gegrillt. Von oben tropfte die leckere Knoblauchbutter am Fleisch herunter. Ein toller Abschluss des Tages.

Im nächsten Blogbeitrag geht es über die Garden Route Mall nach Mossel Bay. Ein besonderes Highlight wartete auf uns. Es ging in die Lüfte 🙂