Erste Erkundung von Santo Antao auf den Kapverden

Cova Krater auf Santo Antao Kapverden
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Du möchtest in deinem Urlaub auf den Kapverden wandern gehen? Dann solltest du DIE Wanderinsel schlechthin – nämlich Santo Antao – auf keinen Fall verpassen! Wie wir auf die Insel gekommen sind und welche ersten Eindrücke diese bei uns hinterlassen hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Die erste Insel der Kapverden, die wir erkundet haben war übrigens Sao Vicente. Was wir dort erlebten, erfährst du hier.

Dann ging es auf die Insel Santo Antao. Von Sao Vicente aus fährt in der Regel zweimal pro Tag die Fähre herüber nach Santo Antao. Dein Gepäck gibst du einfach unten im Fracht-/Laderaum ab und vertraust darauf, dass es bei der Ankunft noch da ist 😉

Ticket für die Fähre von Sao Vicente nach Santo Antao Kapverden

Das Einsteigen fühlte sich nicht besonders gut an. Ich kam mir vor wie Vieh, das verladen wird. Die Fähre stank nach Öl, quietschte ständig und wackelte. Im ersten Moment hatte ich etwas Angst, dass wir die Überfahrt im Frachtraum verbringen müssten. Dem war dann glücklicherweise allerdings nicht so 😉

Die 90-minütige Fahrtzeit ging ganz flott vorbei. Das Meer verhielt sich, sehr zu meiner Freude, äußerst ruhig! Auf dem Weg zu unserer Unterkunft (das Hotel Paul Mar) befuhren wir die alte Passstraße und konnten einen ersten Blick in den Cova Krater werfen. Dieser inaktive Krater wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Der Boden ist sehr fruchtbar. Die Bestellung der Felder findet mit Ochsen und per Handarbeit statt. Mit ein bisschen Glück findest du den Krater ohne Nebel vor. Es kann gut sein, dass du aufgrund von Wolken und Nebel nicht bis zum Grund des Kraters schauen kannst.

Cova Krater auf Santo Antao Kapverden

Auf der alten Passstraße hatten wir das Gefühl andauernd anhalten zu müssen, um die Atmosphäre und die grandiosen Landschaften in uns aufzusaugen. Uns gefiel es auf Anhieb richtig gut! Auf der Hafenseite findest du nur eine trockene Landschaft vor. In Richtung Osten wird es dann immer grüner und grüner.

Wenn ich diese Bilder sehe, bekomme ich direkt Fernweh und möchte sofort wieder dorthin zurück!

Spaziergang durch Figuerial de Cima

An diesem Ankunftstag unternahmen wir einen kleinen Spaziergang durch Figuerial de Cima (GPS: 17°08’07.6″N 25°06’33.5″W). Der Weg führte uns entlang von Zuckerrohr- und Bananenplantagen.

Die Einheimischen, die uns begegneten, waren alle extrem freundlich und neugierig. Interessant fanden wir, dass wir in der Regel mit „Bonjour“ begrüßt wurden. Später wurde uns klar warum. Aktuell sind insbesondere Wanderer aus Frankreich auf den Kapverden unterwegs. Daher wird schon den Kindern der Einheimischen beigebracht immer auf französisch zu grüßen 🙂

Ein kleines Mädchen war ganz fasziniert von meiner Sonnenbrille. Ich gab sie ihr in die Hand und sie setzte sie auf. Danach gab sie mir die Brille zurück und lief ganz schnell zu ihren Eltern ins Haus. Zurück kam sie dann mit ihrer eigenen Sonnenbrille 🙂 Manchmal geht auch alles ohne Worte im Leben – insbesondere bei Kindern.

Lunch gab es für uns bei Mimi zu Hause am Ende des Spazierweges. Wir saßen auf ihrer Terrasse und sie tischte uns allerlei Leckereien auf.

Nach dem Essen wurden wir noch kurzerhand zur Schnaps-Verkostung „eingeladen“. Der Selbstgebrannte schmeckte leider sehr nach Methanol. Insofern nahmen wir von einem Kauf lieber Abstand. Es ist ein häufiges Problem auf den Inseln, dass der Alkohol nicht fachmännisch hergestellt wird! Sei also bitte vorsichtig bei einem eventuellen Kauf. Zu viel Methanol im Körper kann ziemlich üble Auswirkungen haben.

Hotel Check-In und Erkundung des Dorfes Paul de Mar

Danach checkten wir im Hotel ein. Das Ausladen der Gepäckstücke verlief ohne viele Umwege 😉

Ausladen Gepäck am Hotel Paul Mar auf Santo Antao Kapverden

Wir bekamen ein Zimmer hinten zum Meer heraus. Eine Freundin dachte bei dem folgenden Foto, dass wir uns auf einem Kreuzfahrtschiff befinden würden 😉

Aussicht vom Balkon Hotel Paul Mar auf Santo Antao Kapverden

Wir liefen noch etwas durch das Dorf und besorgten uns frisches Wasser in einem kleinen Tante-Emma-Lädchen. Direkt ans Meer kommst du, wenn du dich zwischen den Häusern hindurch quetschst.

Am Friedhof kamen wir zufällig vorbei. Die tiefstehende Sonne verlieh diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.

Wir freuten uns schon riesig auf den nächsten Tag. Denn es stand eine längere Wanderung auf dem Plan. Über unsere Wanderung durch den Cova Krater erfährst du hier mehr.

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