Hermanus – Weltstadt der Wale

Hoy's Koppie in Hermanus

Ein Besuch der Wal-Hauptstadt der Welt lag vor uns. Dieser Tag unserer Reise führte uns nach Hermanus.

Wir starteten mit einem leckeren Frühstück in unserer Unterkunft (White Shark Guest House) in den Tag. Die Gastgeberin Renée verbreitete gute Laune und gab uns auf Nachfrage gute Tipps für Weingüter in Hermanus.

African Penguin & Seabird Sanctuary

Noch direkt in Kleinbaai besuchten wir als Erstes an diesem Tag das African Penguin & Seabird Sanctuary. Diese kleine Rettungsstation ist sehr schön hergerichtet. Ein großer Sponsor ist VW. Bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee kann man die kleinen Frackmänner durch eine große Glasscheibe beobachten. Von der freundlichen Dame im Café wurde uns ganz viel über die Pinguine in Südafrika erklärt. Über Bildschirme verfolgten wir die Fütterung und Pflege der verletzten Pinguine im hinteren Bereich der Auffangstation. Ein Kurzbesuch ist wirklich empfehlenswert.

Auffangstation in Gansbaai

Pinguin in der Auffangstation in Gansbaai

Auf Entdeckungstour in Hermanus

Wir fuhren weiter nach Hermanus. Einen Halt legten wir am Hoy’s Koppie Aussichtspunkt ein. Ein paar Meter den Berg hochgewandert und schon liegt einem Hermanus mit seiner Walker Bay zu Füßen.

Wir verweilten einige Zeit, ließen den Blick schweifen und genossen die Aussicht.

Panorama Hoy's Koppie

Anschließend bummelten wir ein wenig durch das Städtchen und über den Markt. Dort machte ich mich auf die Suche nach einem Wal-Kühlschrankmagneten. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt einen aus Perlen haben zu wollen. Und wie das so ist, wenn man konkrete Vorstellungen hat: man findet es nicht. Alle möglichen Tierchen waren in Perlenform zu bekommen, nur kein Wal. An einem Stand fragte ich dann nach und der Verkäufer empfahl mir, auf der anderen Seite vom Markt nach einem Mann Ausschau zu halten, der an der Seite sitzt und neue Tiere anfertigt. Super Tipp, denn hier wurde ich tatsächlich fündig 🙂

Walmagnet aus Perlen

Bucht von Hermanus

Sandra in Hermanus

In der Walker Bay ließen sich leider keine Wale blicken. Aufgrund diverser Unwetter machten sich die sanften Riesen dieses Jahr schon verfrüht auf ihre Weiterreise. Somit gab es nur ein Foto mit einem nachgebildeten Wal in der Nähe des Marktplatzes.

Weinprobe entlang der Hermanus Weinroute

Da wir an diesem Tag wohl keine Wale mehr finden würden, überlegten wir uns zwei der von Renée empfohlenen Weingüter zu besuchen. Zuerst steuerten wir das Creation Weingut an. Die Zufahrt zum Weingut ist wunderschön angelegt. Auf dem Parkplatz belegten wir den letzten freien Platz. Da wir nicht reserviert hatten, bot man uns im Restaurantbereich einen Tisch für maximal eine Stunde an. In meinem üblichen legeren Urlaubsoutfit fühlte ich mich ziemlich underdressed. Scheinbar sind diese Weingüter sonntags ein beliebtes Ziel für die gutbetuchten Einwohner von Hermanus und Umgebung. Trotzdem wurden wir freundlich und zuvorkommend behandelt. Wir kauften zwei leckere Weine und fuhren weiter.

Schnell stellten wir fest, dass einige Weingüter offensichtlich sonntags Ruhetag haben. Angesichts der vielen kaufwilligen Weintrinker auf den anderen Gütern, erschloss sich mir der Sonntag als Ruhetag nicht so ganz 🙂 Einen Tisch bekamen wir auf dem Sumaridge Weingut. Das Weingut ist idyllisch an einem großen Teich gelegen. Langsam knurrte der Magen und wir entschieden uns für eine gemischte Platte mit Fisch, Käse und selbst gebackenem Brot. Es war extrem lecker!

Weingut Sumaridge in Hermanus

Essen im Weingut Sumaridge in Hermanus

Eine der Fischcremes tat es uns besonders an und wir fragten, was in der Creme drin sei. Die Bedienung nahm sich die Zeit und erklärte uns die Zubereitung und den besonderen Fisch, der dafür verwendet wird. Leider habe ich mir das nicht aufgeschrieben und den Namen des Fisches wieder vergessen

Unsere Unterkunft – Villa Venusta

In Hermanus übernachteten wir in der Villa Venusta. Gegen frühen Nachmittag checkten wir ein. Ute begrüßte uns herzlich und es war äußerst seltsam nach anderthalb Wochen mit einem Gastgeber Deutsch zu sprechen. Ute und ihr Mann sind nämlich vor ein paar Jahren nach Hermanus gezogen und erfüllten sich dort mit der Villa Venusta ihren Lebenstraum.

Es ist eine schöne Unterkunft mit zwei freundlichen Hunden auf dem Grundstück. Ein kleines Betthupferl rundete unsere Ankunft ab. Nichtsdestotrotz merkte man direkt, dass man in einer von Deutschen geführten Unterkunft ist: So viele Regeln gab es in keinem anderen Gästehaus auf unserer Rundreise 🙂

Gemütlich verbrachten wir den Nachmittag am Pool. Langsam wurde es Zeit die obligatorischen Postkarten zu schreiben.

Schreibt ihr noch Postkarten? Ich persönlich finde handgeschriebene Postkarten toll und auch wenn dies viel Arbeit bedeutet, macht es mir einfach enorm Spaß und ich finde es immer spannend zu erfahren, wie lange die Karten auf ihrer Reise nach Deutschland so benötigen.

Mindestens genauso gerne bekomme ich natürlich auch Postkarten 🙂

Villa Venusta in Hermanus

Abendessen im Fusion Restaurant

Für diesen Abend reservierten wir einen Tisch im Fusion. In unmittelbarer Nähe war ein Parkplatz frei. Wir fragten den Parkplatzwächter nach dem nächsten Post Office. Dort spazierten wir noch kurz hin und schickten die Postkarten auf ihre Reise. Dann ging es ab zum Essen.

Das Fusion ist zwar ein typisches Touri-Restaurant. Dennoch gibt es dort leckeres Essen zu annehmbaren Preisen. Mein Lamm-Curry war zwar extrem scharf, aber trotzdem lecker.

Fisch im Fusion Restaurant in Hermanus

Dessert im Fusion Restaurant in Hermanus

Zufrieden und gut gesättigt ging es die kurze Autofahrt zurück zu unserer Unterkunft. Hier ließen wir den Abend gemütlich mit einem Glas Wein im Wohnzimmer ausklingen.

Im nächsten Blogbeitrag geht es dann endlich nach Kapstadt. Vorher besuchten wir allerdings noch die putzigen Pinguine in Betty’s Bay.