Erste Impressionen vom Tsitsikamma Nationalpark

Tsitsikamma National Park Panorama

Für diesen Tag unserer Südafrika Reise stand der Tsitsikamma Nationalpark auf dem Plan.

Um 8 Uhr startete unser Tag erstmal erneut mit einem üppigen Frühstück in der De Old Drift Guest Farm. Danach hieß es Koffer packen, Kofferraum beladen, auschecken, Navi mit dem ersten Zielort füttern und losfahren.

Cape St. Francis

Den ersten Stopp des Tages legten wir im wunderschönen Ort Cape St. Francis ein. Auf dem Weg dorthin tankten wir das erste Mal unser Auto auf.

In Südafrika bleibt man dafür einfach im Auto sitzen. Es kommt daraufhin ein Tankwart zum Fenster und fragt nach deinen Wünschen. Kartenzahlung ist kein Problem. Es wird einfach das mobile Cashgerät ins Auto gehalten. Bei Barzahlung wird das Wechselgeld – und auf Wunsch die Quittung – ebenfalls ins Auto gereicht. In der Regel reinigen die freundlichen Tankwarte alle Autoscheiben. Für den Service zahlt man ein Trinkgeld. Abhängig davon, ob das Auto gereinigt werden musste oder nicht, gaben wir immer zwischen 5 und 10 ZAR.

Das Ganze fühlte sich doch reichlich ungewohnt an. Das Gefühl, den Tankvorgang mal eben selbst machen zu können und auch mal eben über die Scheiben zu wischen, haben wir nicht direkt ablegen können. Nach einigen Tankvorgängen gewöhnten wir uns allerdings sehr gut an diese Annehmlichkeiten 🙂

Die Fahrt durch Cape St. Francis empfanden wir wie die Besichtigung eines Filmsets. Überall richtig tolle und top gepflegte Häuser und Villen, eine mega Kulisse und das Rauschen des Meeres. Sowas kennt man sonst nur aus Filmen.

Sandra und Stephan in Cape St. Francis

Seal Point Lighthouse in Cape St. Francis

Neben dem Leuchtturm befindet sich eine kleine Pinguin-Rettungsstation. Leider waren wir für die Fütterung oder eine Führung zu früh, aber wir konnten die kleinen Frackmänner im Außengehege beobachten. Ich konnte in dem kleinen Lädchen der Rettungsstation natürlich nicht an den Kühlschrankmagneten vorbeigehen – und Stephan nicht an der Kühltruhe mit Eis 😉 Wir haben irgendwann einmal angefangen Magnete von unseren Urlaubsorten zu sammeln. Zum Glück ist unser Kühlschrank sehr groß! Jetzt hängt ein kleiner Pinguin aus Cape St. Francis mit dran.

Pinguin-Rettungsstation in Cape St. Francis

Kareedouw

So langsam war es an der Zeit für ein kleines Mittagessen. Dank Tripadvisor entdeckten wir das kleine Restaurant „The Sweaty Dutchman„. Der 10-minütige Umweg zahlte sich aus! Super geniale Pancakes zu einem günstigen Preis. Mit Getränken und Trinkgeld zahlten wir insgesamt rund 160 ZAR.

Anfahrt Richtung Kareedouw

Pancake im The Sweaty Dutchman

The Big Tree im Tsitsikamma Nationalpark

Bevor man zum Haupteingang des Tsitsikamma Nationalpark fährt, bietet es sich an, dem Big Tree einen Besuch abzustatten. Es handelt sich um einen 800 Jahre alten Yellowwood Baum. In der Vergangenheit durften wir zwar schon größere Bäume sehen, aber der kurze Spaziergang zum Big Tree lohnte sich.

The Big Tree im Tsitsikamma Nationalpark

The Big Tree im Tsitsikamma Nationalpark

Storms River Mouth Camp im Tsitsikamma Nationalpark

Endlich kamen wir am Eingang des Tsitsikamma Nationalparks an. Der komplette Eingangsbereich wurde gerade umgebaut. Die Rezeption konnten wir trotzdem schnell finden. Der Check-In Prozess wurde, wie so oft, mit viel Papierkram begleitet.

Der Schlüssel von unserem Oceanette im Storms River Mouth Camp war erst nicht auffindbar. Ein kurzer Anruf bei den Reinigungskräften durch das Rezeptionspersonal ergab, dass der Schlüssel bereits in der Unterkunft auf uns warten würde. Für uns war das Oceanette „C“ reserviert. Dies stellte sich schnell als praktisch heraus, da zu den Oceanettes „A bis E“ nur wenige Treppenstufen zu überwinden sind. Wir wussten bereits aus den Bewertungen im Internet, dass die Unterkunft schon deutlich bessere Zeiten gesehen hat. Allerdings spricht ein schwerwiegendes Argument für die Oceanettes: der mega Ausblick!

Terrasse im Oceanette C im Storms River Mouth Camp

Das erste Betreten der Terrasse war wieder einer dieser unbeschreiblichen Augenblicke in Südafrika. Die Aussicht an sich war schon atemberaubend, aber das absolute i-Tüpfelchen ließ nicht lange auf sich warten: Es schwamm eine Schule Delfine vorbei. 😀

Nachdem ich mich wieder etwas beruhigen konnte, wollte ich unbedingt los und draußen die Natur genießen. Also Wanderschuhe angezogen und los Richtung Park Shop spaziert. Wir benötigten ca. 20 Minuten. Unterwegs zeigten sich einige der süßen kleinen Dassies (zu Deutsch: Klippschliefer).

Dassie im Tsitsikamma Nationalpark

Tsitsikamma Nationalpark

Hinter dem Parkshop beginnt der „The Mouth Trail“ zur Suspension Bridge. Neben dem Shop befindet sich das Restaurant „The Cattle Baron“. Hier reservierten wir für abends einen Tisch. Ich habe gelesen, dass der Shop und das Restaurant kurz nach unserem Besuch Ende November 2016 abgebrannt sind.

Suspension Bridge im Tsitsikamma Nationalpark

Die berühmten Hängebrücken wollten wir uns an diesem Tag nicht entgehen lassen. Allerdings benötigten wir noch ein paar Lebensmittel für das Frühstück am nächsten Morgen. Der Shop sollte in ca. 1 Stunde schließen. Daher entschieden wir uns die Dinge einzukaufen und zurück zur Unterkunft zu bringen. Anschließend spazierten wir dann abermals den 20-minütigen Fußmarsch zum Anfang des Trails.

Wir wussten wann die Sonne untergehen würde und beeilten uns auf dem Trail entsprechend. Was soll ich sagen? Die Hetzerei zahlte sich total aus. Die Brücken und der Wanderweg gehörten uns ganz allein. Die Brücken stellten sich als wacklige Angelegenheit heraus. Inbesondere die Suspension Bridge mit ihrer Länge von 77 Metern ist gigantisch. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie es ist, wenn sich 25 Personen auf der Brücke befinden und jeder seine Fotos schießt…

Suspension Bridge im Tsitsikamma Nationalpark

Suspension Bridge im Tsitsikamma Nationalpark

Das Abendessen im Cattle Baron war leider mit Abstand das schlechteste auf der gesamten Rundreise. Es lohnt sich wirklich, nochmal das Auto zu starten und außerhalb des Storms River Mouth Camps zu essen.

Im Dunkel der Nacht spazierten wir die Strecke zu unserem Oceanette zurück. Der Sternenhimmel in Südafrika ist gigantisch! Ohne Lichtsmog konnte man soviel entdecken! Einige Sternschnuppen leuchteten auf. Wahnsinn! Wir genossen die Sterne dann noch etwas auf unserer Terrasse mit dem Meeresrauschen im Hintergrund.

Den nächsten Tag im Tsitsikamma Nationalpark begannen wir mit einer rasanten Fahrt durch die Bäume und anschließend wurden die Füße malträtiert. Hier geht es zum Beitrag.

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