Italien: Cinque Terre – Lohnt es sich?

Cinque Terre in Italien

Cinque Terre – wer hat da nicht direkt die bunten Häuschen vor dem inneren Auge, die sich malerisch an Italiens Küste schmiegen? Ein sehr beliebtes Reiseziel! Aber lohnt sich der Besuch der Cinque Terre? Wir erzählen dir von unseren Impressionen.

Unser Roadtrip führte uns von Turin nach Levanto. Levanto ist ein kleiner Ort vor dem Cinque Terre. Dort wollten wir übernachten und hatten unsere Unterkunft über Airbnb bereits vorab gebucht.

Anfahrt

Da wir mit unserem Cabrio unterwegs waren, suchte Stephan uns eine interessante und kurvige Strecke ab Turin heraus.

Auf dem Weg zum Cinque Terre Italien

Sandra & Stephan unterwegs in Italien

Insgesamt gestaltete sich der ausgesuchte Weg für dieses Auto dann doch etwas schwierig 😉 Im Schneckentempo krochen wir über die vielen Schlaglöcher und drückten uns selbst die Daumen, dass uns niemand entgegen kommen würde.

Nach einem kurzen Mittagessen entschieden wir uns die restliche Strecke über die Autobahn zu fahren. Die Autobahn war ebenfalls der absolute Wahnsinn. Bei einem Tempolimit von 80 km/h war die Straßenführung extrem kurvig. Viele Fahrzeuge konnten gar nicht 80 fahren, sonst wären sie wahrscheinlich aus der Kurve geflogen. Von einer Kurve ging es direkt durch die Nächste. Gerade Teilstrecken führten immer nur durch Tunnel 🙂

Levanto

Unsere schöne Airbnb Unterkunft befand sich in Levanto. Am späten Nachmittag checkten wir ein und verbrachten den Abend am Meer.

Airbnb in Levanto Italien

Sandra am Strand von Levanto in Italien

Panorama am Strand von Levanto Italien

Cinque Terre

Am nächsten Morgen ging es dann endlich los. Wir spazierten zur Bahnstation in Levanto. Dort kauften wir die Cinque Terre Karte. Übrigens bekommst du diese ganz einfach in dem kleinen Kiosk im Bahnhof. Eine lange Schlange mit Menschen stand am normalen Ticketschalter an.

Cinque Terre Card in Italien

Mit diesem Ticket kannst du einen Tag lang so oft mit der Bahn fahren, wie du möchtest. Zudem darfst du mit der Karte die Toiletten an den Bahnstationen kostenfrei aufsuchen. Auch WLAN ist kostenfrei an vielen öffentlichen WiFi-Hotspots mit dabei. Und zu guter Letzt erlaubt dir das Ticket von Dorf zu Dorf zu wandern. Von jedem verkauften Ticket fließt ein Teil direkt in den Nationalpark.

Monterosso

Wir verließen die Bahn am nördlichsten Dorf „Monterosso“. Von dort wollten wir ins nächste Dorf „Vernazza“ wandern.

Cinque Terre in Italien

Sandra mit Blick auf Monterossa al Mare in Italien

Der Wanderweg zwischen diesen beiden Dörfern gilt als einer der schönsten im Cinque Terre. Wir finden: zu Recht! Du solltest gutes Schuhwerk anziehen, denn der Weg führt ca. 4 Kilometer über steinige Wege durch Olivenhaine direkt an der Küste entlang.

Trotz einiger Wolken am Himmel kamen wir bei dem steilen Aufstieg über unzählige Treppenstufen ordentlich ins Schwitzen. Die vielen tollen Ausblicke, die wir genießen konnten, waren jedoch jeden Schweißtropfen wert.

Blick auf Vernazza im Cinque Terre Italien

Vernazza

Nach der Ankunft in Vernazza brauchte ich erstmal eine Banane 🙂 Bei einem kleinen Gemüsehändler wurde ich schnell fündig. Stephan gönnte sich ein leckeres Eis.

Beides verputzten wir in dem kleinen Hafen von Vernazza mit Blick auf den ganzen Trubel dort. Ein Schiff nach dem Nächsten spuckte im Hafen seine Touristen aus.

Nach dem kleinen Snack versorgten wir Stephans Blase am Fuß mit einem Blasenpflaster aus der Apotheke vor Ort.

Danach liefen wir noch ein bisschen durch das schöne Dorf und bewunderten die bunten Häuschen.

Vernazza im Cinque Terre In Italien

Corniglia

Wir fuhren mit der Bahn weiter zum nächsten Dorf „Corniglia“. Dieses Dorf liegt nicht direkt an der Bahnstation. Du kannst über viele Stufen hinauf laufen oder auf den Bus warten. Der Bus fährt direkt an der Bahnstation ab. Zu Stoßzeiten musst du etwas Geduld mitbringen. Eventuell kommst du beim ersten Mal nicht direkt mit. Unser Busfahrer war zwar ziemlich muffelig, aber hat uns alle in der ersten Fuhre mitgenommen.

Inzwischen war es 12.30 Uhr geworden – Zeit für ein kleines Mittagessen. Ein kurzer Check bei Tripadvisor ergab, dass das Restaurant, vor dem wir zufällig standen, empfehlenswert wäre. In dieser Sekunde öffneten die Angestellten das kleine Restaurant. Wir hatten großes Glück und bekamen ohne Reservierung noch einen der wenigen Tische.

Das Essen schmeckte hervorragend. Wobei es preislich natürlich schon an die „Cinque Terre Region“ angepasst war 😉

Riomaggiore

Wir entschieden uns von Corniglia direkt zum letzten Dorf „Riomaggiore“ durchzufahren. Von dort aus wollten wir eventuell zum dazwischenliegenden Dorf „Manarola“ zurückwandern.

Riomaggiore im Cinque Terre in Italien

Panorama Riomaggiore im Cinque Terre in Italien

In Riomaggiore mussten wir leider feststellen, dass der Wanderweg nach Manarola gesperrt war. Daher fuhren wir dann doch mit der Bahn nach Manarola zurück.

Manarola

In Manarola gönnte sich Stephan erstmal ein leckeres Eis. Ich hatte in dem Dorf leider ein weniger schönes Erlebnis: mir kackte eine Möwe auf den Kopf 😉 Die neben uns sitzenden Asiaten beobachteten interessiert, wie Stephan den Kot von meinen Haaren kratzte…

Naja, Shit happens und insofern ließ ich mir nicht die Laune verderben.

Wir suchten uns an der Bucht eine kleine Mauer zum Hinsetzen und genossen von dort aus für einige Zeit das wunderschöne Panorama.

Blick auf Manarola im Cinque Terre in Italien

Blick auf Manarola im Cinque Terre in Italien

Fazit

Die Cinque Terre sind so wunderschön wie alle sagen! Die Kehrseite ist natürlich, dass alle Touristen die Dörfer ansehen möchten. Als kleinen Tipp können wir dir noch mit auf den Weg geben, dass du dich am besten vorher erkundigst, ob Kreuzfahrtschiffe anlegen. Wir hatten Glück und an unserem Besuchstag spuckte keins dieser Ozeanriesen seine menschliche Fracht über den Dörfern aus. Ich möchte mir aber wirklich nicht ausmalen, wie chaotisch es in den kleinen Dörfern zugeht, wenn zusätzlich nochmal mehrere tausend Menschen dort aufschlagen.

Was wir in Turin erlebt haben, erfährst du hier.